Ungünstige Anbohrsituation einer Welle für zentrisches Tiefbohrbärbohren®

Das einzigartige Tiefbohrbärbohren® für zentrische Tiefbohrungen

Tiefbohrbär spannt Ihr Werkstück achsial auf die Spannfase. Das Werkstück wird vom Reitstock an die Bohrbüchse des gegenüberliegenden Spannkonus mit 60º (2 x 30º) Innenkonus gedrückt und damit zentriert (siehe unter «Tiefbohren > Was ist Tiefbohren? >> Tiefbohrverfahren»). Beim Tiefbohrbärbohren® rotiert das Werkstück entgegengesetzt dem rotierenden Werkzeug. Der Rundlauf auf der Anbohrseite des Werkstückes und die präzise Bohrtiefe im Werkstück sind von der Präzision der Fase abhängig.

Keine guten Voraussetzungen für prozesssicheres, präzises Tiefbohrbärbohren®

Ein Werkstück, nicht plangedreht, ohne präzise angedrehte Spannfase und ohne exakte Fasengrösse, schafft keine optimale Anbohrsituation für zentrische Tiefbohrungen,

  • weil das Werkstück auf der Fase ungenau gespannt würde (die Kraftübertragung erfolgt über die Fase auf das Werkstück);
  • weil die Bohrbüchse und die Fase den Spüldruck des Werkzeuges ungenügend abdichten würden (je nach Durchmesser und Länge bis zu 200 bar);
  • weil die Planfläche des Werkstückes ungenau auf der Bohrbüchse aufliegen würde;
  • weil die Fase des Werkstückes eine präzise Bohrtiefe verunmöglichen würde (siehe Wegleitung 2 «Zusammenhang zwischen Fasengrösse und Bohrtiefe»);
  • Für ein Werkstück mit Zentrum gilt, dass das Zentrum kleiner ist als der im Werkstück zu bohrende kleinste Bohrdurchmesser. Der kleinste mögliche Bohrdurchmesser ist zurzeit 0,5 mm (siehe Wegleitung 3 «Optimale Anbohrsituation einer Welle für zentrisches Tiefbohrbärbohren®»);
  • An ein Werkstück mit ungünstiger Bohrsituation passt Tiefbohrbär die Bohrbüchse an (siehe Wegleitungen 5 und 6 «Tiefbohrbär passt die Bohrbüchse an ein ...»).

Ziel ist, gute Voraussetzungen für prozesssicheres, präzises Tiefbohrbärbohren® zu schaffen

Ihr Werkstück plangedreht, mit präzise angedrehter Spannfase und exakter Fasengrösse, demzufolge mit optimaler Anbohrsituation, ermöglicht

  • ein genaues Spannen auf der Fase;
  • ein druckfestes Abdichten des Spüldruckes auf der Planfläche und auf der Fase;
  • ein genaues Aufliegen auf der Bohrbüchse;
  • einen reibungslosen und problemlosen Spänerückfluss;
  • eine präzise Bohrtiefe mit minimalstem Bohrverlauf;
  • ein effizientes zentrisches Tiefbohren.

Ausserdem: Ein Werkstück mit optimaler Anbohrsituation verhindert einen Werkzeugbruch sowie ein Anpassen der Bohrbüchse (siehe Wegleitungen 5 und 6 «Tiefbohrbär passt die Bohrbüchse an ein ...»).